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Hand eines Rollstuhlfahrers am Reifen
Auszeichung für Hospizgruppe Gehörlose

Beistand in Gebärdensprache

Wenn Menschen schwer krank sind, im Sterben liegen oder trauern, sind sie für die Menschen und ihre Angehörige da: Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter. Doch was, wenn die betroffenen Menschen Einschränkungen beim Hören haben oder gehörlos sind? Um dieser besonderen Herausforderung gerecht zu werden, engagiert sich die ökumenische Hospizgruppe-Gehörlose Unterfranken für ein barrierefreies Abschiednehmen.

Gehörlose Menschen leben im Alter oft sehr isoliert: sei es zu Hause oder in Pflegeeinrichtungen. Da oft keine ausreichende Kommunikation möglich ist, erfahren schwer kranke und sterbende gehörlose Menschen oft zu wenig Begleitung. Auch in der Trauerphase fühlen sich gehörlose Menschen häufig alleine gelassen, da ihnen meist kein passendes Angebot zur Verfügung steht.

2001 entschlossen sich engagierte gehörlose Frauen dies zu ändern: Sie gründeten mit Unterstützung der evangelischen und katholischen Gehörlosenseelsorge die Hospizgruppe-Gehörlose Unterfranken. Als Betroffene wissen die gehörlosen Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter, wie eine einfühlsame und kompetente Begleitung von schwer kranken, sterbenden und trauernden gehörlosen Menschen möglich ist und gut gelingen kann.

Die ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter statten gehörlosen Menschen in ihrem letzten Lebensabschnitt in Pflegeeinrichtungen, zu Hause oder im Krankenhaus pro Jahr bis zu 350 Besuche ab. Außerdem wurden aufgrund der Initiative der Hospizgruppe-Gehörlose Unterfranken im örtlichen Seniorenheim sieben Zimmer für gehörlose Menschen eingerichtet, wo nun gehörlose Seniorinnen und Seniorinnen leben können. Durch diese Initiative hat sich auch das Konzept des Seniorenheims gewandelt: Nun ist das Zusammenleben mit gehörlosen Menschen selbstverständlicher geworden und eine Engagierte führt unentgeltliche Schulungen in Gebärdensprache für die Pflegekräfte durch.

Die Hospizgruppe-Gehörlose Unterfranken war 2019 für den Deutschen Engagementpreis nominiert und wurde mit dem Preis Zeichen setzen – Förderpreis für aktive Bürgerinnen und Bürger ausgezeichnet. Das Lernwerk Volkersberg und die Mediengruppe Main-Post GmbH würdigen mit dem Preis jährlich besonders bemerkenswertes, bürgerschaftliches Engagement in Unterfranken.  Zuvor wurde die Gruppe bereits mit dem Bürgersozialpreis der Stadt Würzburg ausgezeichnet.

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