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	 xmlns:n="http://typo3.org/ns/GeorgRinger/News/ViewHelpers"><channel><title>Nachrichten</title><link></link><description></description><language>de-DE</language><copyright>Diözese Bistum Würzburg</copyright><pubDate>Wed, 17 Jun 2026 09:39:36 +0200</pubDate><lastBuildDate>Wed, 17 Jun 2026 09:39:36 +0200</lastBuildDate><atom:link href="https://behindertenseelsorge.bistum-wuerzburg.de/material-downloads/feed.rss" rel="self" type="application/rss+xml" /><generator>TYPO3 EXT:news</generator><item><guid isPermaLink="false">news-38672</guid><pubDate>Wed, 04 Mar 2020 11:01:43 +0100</pubDate><title>Wie barrierefrei ist meine Kirchengemeinde?</title><link>https://behindertenseelsorge.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/wie-barrierefrei-ist-meine-kirchengemeinde-1/</link><description>Diese Check-Liste soll Anregungen geben, damit sich Menschen mit einer Behinderung in Ihrer Pfarrgemeinde wohl fühlen. Bei der Erstellung der Liste wurde einerseits an die Menschen mit den ,,typischen“ Behinderungen gedacht, aber auch an die vielen Senioren mit geistigen oder körperlichen Handicaps.</description><enclosure url="https://behindertenseelsorge.bistum-wuerzburg.de/fileadmin/_processed_/c/9/csm_screenshot-checkliste-schraeg_f77a112003.png" length="162425" type="image/png" /><content:encoded><![CDATA[<div class="shorttext"><p>Viele Punkte betreffen nicht nur Menschen mit Behinderung. Auch nicht-behinderte Gemeindemitglieder freuen sich etwa, wenn sie das Gesicht ihres Pfarrers beim Predigen erkennen können - selbst wenn sie nicht darauf angewiesen sind, ihm die Worte von den Lippen abzulesen.<br />Helfen Sie mit, Ihre Pfarrgemeinde so zu gestalten, dass sich alle Gemeindemitglieder dort willkommen fühlen.<br /><br />Gerne unterstützen wir Sie dabei!<br />Ihre Beauftragten in der Behindertenseelsorge</p><p><br /><em>Wir danken besonders auch den Kolleginnen und Kollegen der Behindertenseelsorge in den Bistümern Bamberg und Eichstätt, deren Vorlagen und Ideen mit in diese Checkliste eingeflossen sind. Namentlich Pfarrer Siegfried Firsching und Frau Ursula Pöllmann-Koller (Erlangen), sowie Pfarrer Alfred Grimm (Eichstätt).</em></p></div>]]></content:encoded><category>Texte BS</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-37276</guid><pubDate>Sun, 02 Feb 2020 00:00:00 +0100</pubDate><title>Tipps für Angehörige von Menschen mit Sehbehinderung</title><link>https://behindertenseelsorge.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/tipps-fuer-angehoerige-von-menschen-mit-sehbehinderung/</link><description>Wenn die Sehfähigkeit nachlässt, hat das weitreichende Folgen. Auch für die Angehörigen ist das eine schwierige Situation - sie wollen helfen, wissen aber oft nicht wie. Hier präsentieren wir einige Tipps und Hilfen.</description><content:encoded><![CDATA[<h3><strong>Ordnung</strong></h3><p><strong>Ordnung hat für sehbehinderte Menschen eine besondere Bedeutung:</strong></p><ul><li>Gegenstände sollten einen festen Platz haben, denn Suchen fällt den Betroffenen schwer.</li><li>&quot;Wandernde&quot; Gegenstände sind zudem Stolperfallen.</li><li>Flaschen und andere höhere Gefäße (z. B. Vasen) sollten Sie an die Wand schieben.</li><li>Beim Sortieren helfen Körbe, bei denen Materialien und Formen möglichst unterschiedlich sind.</li><li>Gewürze sollte man in ganz unterschiedlichen Gefäßen aufbewahren, um sie leichter auseinander zu halten.</li><li>Ein Tablett mit erhöhtem Rand kann auf dem Tisch als &quot;sicherer Ort&quot; für beispielsweise Kaffeetasse und Kanne genutzt werden. Dann wird auch ein Verschütten nicht zur Katastrophe.</li><li>Tisch- und Ablageflächen sollten übersichtlich, Arbeitsflächen sollten frei gehalten werden.</li><li>Türen nicht halboffen stehen lassen und Schranktüren immer schließen – Verletzungsgefahr.</li><li>Keine Taschen, Pakete oder andere Hindernisse in den Weg stellen, auch nicht für kurze Zeit – speziell auf Treppen!</li></ul><h3><strong>Kontraste</strong></h3><p><strong>Starke Kontraste machen es sehbehinderten Menschen einfacher, etwas zu erkennen.</strong> Beispiele:</p><ul><li>Helles Geschirr auf dunklem Tischset (oder umgekehrt)</li><li>Kaffeebecher oder -tassen, die innen hell sind, so dass man den Kaffee besser sieht</li><li>Dunkle Armaturen im weißen Bad</li><li>Weißer Lichtschalter auf weißer Wand? Einfach einen dunklen Rahmen drum herum malen.</li></ul><h3><strong>Tipps und Kniffe</strong></h3><p><strong>Weitere Tipps, die den Alltag erleichtern:</strong></p><ul><li>Schreiben Sie wichtige Notizen, Telefonnummern und Termine mit dickem, schwarzem Filzstift so groß, dass ein Betroffener sie lesen kann (ausprobieren!)</li><li>Achten Sie auf eine gute Versorgung mit Sehhilfen durch spezialisierte Optiker.</li><li>Investieren Sie in helle, indirekte und gut anpassbare Beleuchtung (hierzu können Reha-Lehrer beraten).</li><li>Viele sehbehinderte Menschen sind blendempfindlich, Jalousien können helfen.</li><li>Einfache Elektrogeräte mit übersichtlichen Knöpfen sind für Betroffene besser zu bedienen.</li><li>Ein Telefon mit großen, kontrastreichen Zahlen ist hilfreich, es sollte schnurlos sein oder einen festen Platz haben, denn Kabel sind Stolperquellen.</li><li>An Haushaltsgeräten wie Backofen, Mikrowelle etc. kann man tastbare Markierungspunkte aufkleben, die wichtige Schalter-Positionen markieren (beispielsweise an der Waschmaschine 30, 60 und 90 Grad).</li><li>Bei den Selbsthilfevereinen der blinden und sehbehinderten Menschen kann man Ihnen spezialisierte Augenoptiker, Reha-Trainer und Bezugsquellen für Hilfsmittel wie Markierungspunkte nennen. Dort erhalten Sie auch Broschüren, beispielsweise zu Sehbehinderungen und Hilfsmitteln.</li></ul><h3><strong>Goldene Regeln</strong></h3><p><strong>Neben den oben genannten praktischen Tipps gibt es auch sogenannte &quot;Goldene Regeln&quot;, die Sie beachten sollten:</strong></p><ul><li>Angehörige sollten grundsätzlich alle Maßnahmen vorher mit der sehbehinderten Person besprechen und abstimmen.</li><li>Unterstützen Sie selbständige Aktivitäten, auch wenn manches länger dauert oder mühsam erscheint.</li><li>Stellen Sie nach Möglichkeit Kontakt zu anderen Betroffenen her, beispielsweise zu Selbsthilfegruppen. Der Kontakt mit anderen Sehbehinderten kann sehr hilfreich sein, um die psychischen Folgen einer Augenkrankheit zu verarbeiten.</li><li>Lassen Sie sich helfen! Bei den Beratungsstellen der Selbsthilfe bekommen Sie wertvolle Hinweise zu Hilfsmitteln, deren Finanzierung und weiteren Ansprüchen.</li><li>Achten Sie auf sich, auch Ihr Leben kann sich durch den Sehverlust eines nahen Angehörigen verändern. Holen Sie sich Unterstützung auch für sich selbst!</li></ul><p>In den Broschüren des Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) finden Sie viele weitere Anregungen.<br />Sie finden diese hier (zum bestellen oder als kostenlose PDF): <a href="https://www.dbsv.org/broschueren.html" title="Broschüren des DBSV" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Info-Broschüren des DBSV</a></p><p>Quelle: <a href="https://www.angehoerige.dbsv.org" title="www.angehoerige.dbsv.org" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">www.angehoerige.dbsv.org</a></p>]]></content:encoded><category>Texte BS</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-38707</guid><pubDate>Sun, 01 Dec 2019 00:00:00 +0100</pubDate><title>„Willkommen in Holland“</title><link>https://behindertenseelsorge.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/willkommen-in-holland-1/</link><description>Ich werde oft gefragt, wie es ist, ein behindertes Kind großzuziehen. Es ist wie folgt: </description><content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man ein Baby erwartet, ist das, wie wenn man eine wundervolle Reise nach Italien plant. Man deckt sich mit Reiseprospekten und Büchern über Italien ein und plant die wunderbare Reise. Man freut sich aufs Kolosseum, Michelangelos David,eine Gondelfahrt in Venedig, und man lernt vielleicht noch ein paar nützliche Brocken Italienisch. Es ist alles so aufregend.</p><p>Was meinen Sie mit Holland?</p><p>Nach Monaten ungeduldiger Erwartung kommt endlich der lang ersehnte Tag. Man packt die Koffer, und los geht’s. Einige Stunden später landet das Flugzeug. DerSteward kommt und sagt: „Willkommen in Holland.“ „Holland?!? Was meinen Sie mit Holland?!? Ich habe eine Reise nach Italien gebucht! Mein ganzes Leben lang habe ich davon geträumt, nach Italien zu fahren!“<br />Aber der Flugplan wurde geändert. Du bist in Holland gelandet, und da musst du jetzt bleiben.</p><p>Neue Bücher und eine neue Sprache</p><p>Wichtig ist, die haben uns nicht in ein schreckliches, dreckiges, von Hunger, Seuchen und Krankheiten geplagtes Land gebracht. Es ist nur anders als Italien.<br />So, was du jetzt brauchst, sind neue Bücher und Reiseprospekte, und du musst eine neue Sprache lernen, und du triffst andere Menschen, welche du in Italien nie getroffen hättest.</p><p>Es ist nur ein anderer Ort, langsamer als Italien, nicht so auffallend wie Italien. Aber nach einer gewissen Zeit an diesem Ort und wenn du dich vom Schrecken erholt hast, schaust du dich um und siehst, dass Holland Windmühlen hat ... Holland hat auch Tulpen. Holland hat sogar Rembrandts.</p><p>Italien nicht nachtrauern</p><p>Aber alle, die du kennst, sind sehr damit beschäftigt, von Italien zu kommen oder nach Italien zu gehen. Und für den Rest deines Lebens sagst du dir: „Ja, Italien, dorthin hätte ich auch reisen sollen, dorthin habe ich meine Reise geplant.“ Und der Schmerz darüber wird nie und nimmer vergehen, denn der Verlust dieses Traumes ist schwerwiegend.<br />Aber ... wenn du dein Leben damit verbringst, dem verlorenen Traum der Reise nach Italien nachzutrauern, wirst du nie frei sein, die speziellen und wundervollen Dinge Hollands genießen zu können.</p><p>Emily Perl Kingsley<br />aus: Der andere Advent 2004/2005</p>]]></content:encoded><category>Behindertenseelsorge</category><category>Texte BS</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-38705</guid><pubDate>Fri, 01 Nov 2019 21:00:00 +0100</pubDate><title>Wünsche an die Gesellschaft</title><link>https://behindertenseelsorge.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/wuensche-an-die-gesellschaft-1/</link><description>Was sich Menschen mit Behinderung von der Gesellschaft wünschen:</description><content:encoded><![CDATA[<div class="news-text-wrap" itemprop="articleBody"><ul><li>Mehr Akzeptanz, Verständnis und Toleranz</li><li>Anerkennung und Respekt</li><li>Gleichbehandlung und Gleichstellung</li><li>Eine Chance, das Leben selbst in die Hand zu nehmen</li><li>Interesse statt Weggucken</li><li>Unterstützung und Hilfe, wo nötig</li><li>Mehr Miteinander von behinderten und nicht behinderten Menschen</li><li>Selbstverständlich dazuzugehören</li></ul><p><strong>Wenn Sie Menschen mit Behinderung begegnen:</strong></p><ul><li>Menschen mit Behinderung wollen kein Mitleid, sondern Respekt.</li><li>Gehen Sie offen und selbstverständlich mit behinderten Menschen um.</li><li>Wenn Sie Menschen mit Behinderung helfen möchten, zum Beispiel über Treppenstufen, ist es besser, sie vorher zu fragen.</li><li>Scheuen Sie sich nicht, in Bus und Bahn neben behinderten Menschen Platz zu nehmen.</li><li>Schauen Sie nicht weg, wenn behinderte Menschen verbal oder gar körperlich angepöbelt werden! Stehen Sie ihnen bei!</li><li>Wenn in Ihrem Urlaubshotel behinderte Gäste wohnen: Signalisieren Sie ihnen, dass sie gern gesehen sind.</li><li>Lassen Sie Ihre Kinder oder Enkel mit behinderten Kindern zusammen spielen.</li><li>Geben Sie gegenüber behinderten Menschen ruhig offen zu, wenn Sie unsicher sind und Berührungsängste haben.</li><li>Manchmal können geistig behinderte Menschen nicht abschätzen, wieviel Nähe ihr Gegenüber zulassen will. Scheuen Sie sich nicht, Ihre Grenze deutlich zu machen.</li></ul><p><em>Quelle: Wir sind auch ganz normale Leute. Menschen mit geistiger Behinderung in unserer Gesellschaft. Broschüre der Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung.</em></p><p>Einzel-Exemplare der Broschüre sind kostenlos zu bestellen bei Doris Borst, Bundesvereinigung Lebenshilfe, 06421/491125 oder Mail: doris.borst@lebenshilfe.de. Zehn Broschüren sind zum Unkostenpreis von 2,50 Euro plus Porto zu bestellen beim Vertrieb der Bundesvereinigung Lebenshilfe, Tel.: 06421/491116, E-Mail: vertrieb@lebenshilfe.de</p></div>]]></content:encoded><category>Behindertenseelsorge</category><category>Texte BS</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-39225</guid><pubDate>Thu, 03 Oct 2013 00:00:00 +0200</pubDate><title>Kunstaktion für eine inklusive Kirche und Gesellschaft</title><link>https://behindertenseelsorge.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/kunstaktion-fuer-eine-inklusive-kirche-und-gesellschaft/</link><description>In unserer kunstAKTION &quot;Nimm Platz&quot; waren Menschen mit Behinderung aufgerufen, Holzstühle in Kunstwerken zu verwandeln. Damit zeigen sie, wie sie ihren Platz in Kirche und Gesellschaft sehen, oder ihn sich wünschen!</description><content:encoded><![CDATA[<p>Es entstanden wunderbare Kunstwerke, die von 2011 bis 2013 auf eine Wanderausstellung durch 50 Orte in Unterfranken gingen.</p><p>Auch im Bayrischen Landtag und in der Neuen Pinakothek in München war die Ausstellung zu sehen.</p><p>Einen Eindruck von der KunstAktion finden Sie auf unserem Youtube-Kanal</p><p><a href="https://youtube.com/nimmplatz" target="_blank" rel="noreferrer">https://youtube.com/nimmplatz</a></p><p>Alle 100 eingesandte Kunstwerke wurden in einem 90 seitigen Katalog dokumentiert. Anschauen lohnt sich!</p><p>Bitte nehmen Sie Platz!&nbsp;<br />(<a href="https://behindertenseelsorge.bistum-wuerzburg.de/fileadmin/Bistum_Folgeseiten/Behindertenseelsorge/kunstaktion_nimm_platz_katalog.pdf">Katalog der Kunstaktion als PDF - 9 MB</a>)</p>]]></content:encoded><category>Texte BS</category><category>Nachrichten BS</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-38706</guid><pubDate>Fri, 16 Mar 2012 00:00:00 +0100</pubDate><title>Gesellschaftliche Herausforderung</title><link>https://behindertenseelsorge.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/gesellschaftliche-herausforderung-2/</link><description>Eingabe der Planunggruppe Behindertenpastoral der Diözese Würzburg zum diözesanen Dialogprozess</description><content:encoded><![CDATA[<p>2006 verabschiedete die UN-Generalversammlung in New York ein Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Das Abkommen wurde bis heute von über einhundert Staaten und 2009 auch von der Bundesrepublik Deutschland ratifiziert. Dabei handelt es sich um einen völkerrechtlichen Vertrag, der die Menschenrechte auf die Lebenssituation behinderter Menschen hin konkretisiert, um ihnen die gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen.</p><p>Seit Inkrafttreten dieser UN-Konvention sind Kirche und Gesellschaft gleichermaßen verpflichtet, volle Teilhabe von Menschen mit Behinderung zu gewährleisten. Das bedeutet, dass die Diözese Würzburg und ihre Pfarreien als Körperschaften öffentlichen Rechts, die in der Konvention benannten Rechte sicher stellen müssen.</p><p>Aber auch ohne den neuen rechtlichen Status ist „Inklusion&quot; (d.h. gleichberechtigte Teilhabe und Teilgabe von Menschen mit und ohne Behinderung am kirchlichen Leben) das vom Evangelium her vorgegebene und anzustrebende Ziel. Deshalb hat sich auch Bischof Friedhelm als Schirmherr der Kunstaktion „Nimm Platz - für eine inklusive Kirche und Gesellschaft&quot; dieses Anliegen zu eigen gemacht.</p><h3><strong>Glaubenswurzeln und Glaubensquellen</strong></h3><p>Im Schöpfungsbericht wird deutlich, dass jeder Mensch Bild und Gleichnis Gottes ist. Deshalb hängen Würde und Ansehen jedes Menschen (auch des behinderten Menschen) nicht von seiner Leistungsfähigkeit ab. Für uns ist es ein Gebot der Gerechtigkeit, dass sich diese Ebenbildlichkeit und Gleichheit an Würde auch im kirchlichen Leben abbildet.</p><p>Unser Einsatz als haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter(innen) ist dabei geprägt und geleitet von der Praxis Jesu, der Menschen mit Behinderung in den Mittelpunkt seines Handelns stellte (Mk 3,1-6 „Steh auf und stell dich in die Mitte!&quot;).</p><h3><strong>Umsetzungsschritte in den Pfarreiengemeinschaften (PG)</strong></h3><p>Für haupt- und ehrenamtlich Tätige in den PGs gilt es, zunächst wahrzunehmen, dass rein statistisch über 8 Prozent aller dort lebenden Menschen von Behinderung betroffen sind. Doch behinderte Menschen fallen nicht selbstverständlich sofort ins Auge. Oft erwarten (oder fordern) sie nichts von ihrer Kirchengemeinde. Zudem sind viele Menschen mit Behinderung tagsüber meist in Ausbildung oder Arbeit außerhalb des Wohnorts.</p><p>Eltern tun sich oft schwer, mit ihren behinderten Kindern im gemeindlichen Zusammenhang Fuß zu fassen. Manchmal müssen sie auch leidvolle Erfahrungen des Nicht-willkommen-Seins machen. Deshalb ist es notwendig, einen oder mehrere Beauftragte(n) für die Belange behinderter Menschen in der PG einzusetzen. Er/sie soll(en) Anwalt und Stimme für behinderte Menschen sein. Dabei gilt es aus einer Perspektive der Fürsorge („Wir müssen uns um die Behinderten kümmern!&quot;) zu einer Haltung der Inklusion zu kommen. („Ohne Behinderte fehlt in unserer christlichen Gemeinde ein wesentlicher Bestandteil!&quot;). Solche Beauftragten sollten ggf. auch Kontakt zu Einrichtungen der Behindertenhilfe (Werkstätten, Wohnheime, Schulen) innerhalb der Pfarrei aufnehmen und halten.</p><p>Insgesamt gilt es in den PGs dafür zu sorgen, dass kirchliche Gebäude (wie Kirchen oder Pfarrheime) barrierefrei zugänglich sind<br />(nähere Impulse gibt die anhängende „Checkliste Barrierefreiheit&quot;)zu einer umfassenden Barrierefreiheit gehören etwa auch die Verwendung der „Leichten Sprache&quot; in Gottesdiensten und Veröffentlichungen, die Lesbarkeit (Schriftgröße, Kontrast) in den Druckerzeugnissen oder die Hörbarkeit des Wortes durch gute Lautsprecheranlagen und Induktionsschleifen für Hörgeräteträger in kirchlichen Räumen, sowie gute Lichtverhältnisse (Ablesen des Mundbildes für Hörbehinderte).Kinder mit Behinderung in ihrer Gemeinde an der Vorbereitung auf die Sakramente teilnehmen können</p><p>Barrierefreiheit kommt auch der Lebenssituation von alten und gebrechlichen Gemeindemitgliedern entgegen, die sich selbst nicht als „behindert&quot; beschreiben würden. Hilfestellung und Beratung dazu geben die Diözesanbeauftragten für Behindertenseelsorge oder die Dekanatsbeauftragten.</p><h3>Zukunft</h3><p>In den nächsten Jahren wird entscheidend sein, wie die Inklusion behinderter Menschen in der Diözese und den PGs gelingt, um glaubwürdig Kirche zu sein. Dazu sind kleine Schritte und Modellprojekte sinnvoll. Es wird nicht gelingen, von heute auf morgen umfassende Barrierefreiheit und Teilhabe zu gewährleisten. Dies muss jedoch trotzdem das Ziel aller in der Seelsorge Tätigen sein.</p><p>Würzburg, den 16. März 2012</p><p>Rainer Ziegler,<br />Diözesanbeauftragter für die Behindertenseelsorge<br />im Auftrag der Planungsgruppe Behindertenseelsorge der Diözese</p>]]></content:encoded><category>Behindertenseelsorge</category><category>Texte BS</category></item></channel></rss>