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	 xmlns:n="http://typo3.org/ns/GeorgRinger/News/ViewHelpers"><channel><title>Nachrichten</title><link></link><description></description><language>de-DE</language><copyright>Diözese Bistum Würzburg</copyright><pubDate>Fri, 15 May 2026 10:00:26 +0200</pubDate><lastBuildDate>Fri, 15 May 2026 10:00:26 +0200</lastBuildDate><atom:link href="https://behindertenseelsorge.bistum-wuerzburg.de/feed.rss" rel="self" type="application/rss+xml" /><generator>TYPO3 EXT:news</generator><item><guid isPermaLink="false">news-51847</guid><pubDate>Mon, 27 Jun 2022 16:24:57 +0200</pubDate><title>Reportage: Führung mit viel Fingerspitzengefühl</title><link>https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/fuehrung-mit-viel-fingerspitzengefuehl/</link><description>Ein Beitrag der Pressestelle des Bistum: Eine Veranstaltung zum Sehbehindertensonntag lässt Würzburger Kathedrale mit allen Sinnen erfahrbar werden</description><content:encoded><![CDATA[]]></content:encoded><category>Nachrichten BS</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-39224</guid><pubDate>Wed, 11 Mar 2020 11:42:37 +0100</pubDate><title>Beistand in Gebärdensprache</title><link>https://behindertenseelsorge.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/beistand-in-gebaerdensprache/</link><description>Wenn Menschen schwer krank sind, im Sterben liegen oder trauern, sind sie für die Menschen und ihre Angehörige da: Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter. Doch was, wenn die betroffenen Menschen Einschränkungen beim Hören haben oder gehörlos sind? Um dieser besonderen Herausforderung gerecht zu werden, engagiert sich die ökumenische Hospizgruppe-Gehörlose Unterfranken für ein barrierefreies Abschiednehmen. </description><content:encoded><![CDATA[<p>Gehörlose Menschen leben im Alter oft sehr isoliert: sei es zu Hause oder in Pflegeeinrichtungen. Da oft keine ausreichende Kommunikation möglich ist, erfahren schwer kranke und sterbende gehörlose Menschen oft zu wenig Begleitung. Auch in der Trauerphase fühlen sich gehörlose Menschen häufig alleine gelassen, da ihnen meist kein passendes Angebot zur Verfügung steht.</p><p>2001 entschlossen sich engagierte gehörlose Frauen dies zu ändern: Sie gründeten mit Unterstützung der evangelischen und katholischen Gehörlosenseelsorge die Hospizgruppe-Gehörlose Unterfranken. Als Betroffene wissen die gehörlosen Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter, wie eine einfühlsame und kompetente Begleitung von schwer kranken, sterbenden und trauernden gehörlosen Menschen möglich ist und gut gelingen kann.</p><p>Die ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter statten gehörlosen Menschen in ihrem letzten Lebensabschnitt in Pflegeeinrichtungen, zu Hause oder im Krankenhaus pro Jahr bis zu 350 Besuche&nbsp;ab. Außerdem wurden aufgrund der Initiative der Hospizgruppe-Gehörlose Unterfranken im örtlichen Seniorenheim sieben Zimmer für gehörlose Menschen eingerichtet, wo nun gehörlose Seniorinnen und Seniorinnen leben können. Durch diese Initiative hat sich auch das Konzept des Seniorenheims gewandelt: Nun ist das Zusammenleben mit gehörlosen Menschen selbstverständlicher geworden und eine Engagierte führt unentgeltliche Schulungen in Gebärdensprache für die Pflegekräfte durch.</p><p>Die Hospizgruppe-Gehörlose Unterfranken war 2019 für den Deutschen Engagementpreis nominiert und wurde mit dem Preis Zeichen setzen – Förderpreis für aktive Bürgerinnen und Bürger ausgezeichnet. Das Lernwerk Volkersberg und die Mediengruppe Main-Post GmbH würdigen mit dem Preis jährlich besonders bemerkenswertes, bürgerschaftliches Engagement in Unterfranken.&nbsp; Zuvor wurde die Gruppe bereits mit dem Bürgersozialpreis der Stadt Würzburg ausgezeichnet.</p>]]></content:encoded><category>Nachrichten</category><category>Nachrichten BS</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-37274</guid><pubDate>Tue, 05 Feb 2019 15:20:00 +0100</pubDate><title>Die „Pièta“ mit den Händen „sehen“</title><link>https://behindertenseelsorge.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/die-pieta-mit-den-haenden-sehen/</link><description>Museum am Dom in Würzburg ist offen für Belange blinder und sehbehinderter Besucher –  Kooperation zwischen Zentrum für Lehrerfortbildung der Universität Würzburg und Museum am Dom</description><enclosure url="https://behindertenseelsorge.bistum-wuerzburg.de/fileadmin/_processed_/4/b/csm_Museum_Dom_Pieta_ertasten_e9ae271771.jpg" length="95834" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Marion Peterreins vor einem Kunstwerk steht, dann sieht sie – erst einmal nichts. Außer hell und dunkel nimmt die von Geburt an blinde Frau nichts wahr. Doch wenn sie ein Kunstwerk anfassen kann, erwacht es unter ihren Händen zum Leben. Behutsam berührt ihre Hand, die in einem hauchdünnen Handschuh steckt, die „Pièta“ von Käthe Kollwitz. „Man fühlt die Kälte der Bronze“, sagt sie. Millimeter für Millimeter tasten ihre Hände die Skulptur ab. „Hier ist der Arm, hier die Finger, die Beine vom Kind. Die Figur hat eine gebeugte Haltung. Sie trägt etwas Faltiges. Ein Gewand.“ Kein Detail entgeht der jungen Frau.</p><p>Möglich macht dies das Projekt „Blinde und Sehbehinderte im Museum – Wie geht das?“ des Museums am Dom in Würzburg mit dem Zentrum für Lehrerfortbildung der Universität Würzburg. In einem Seminar unter der Leitung von Simone Doll-Gerstendörfer, Kunsthistorikerin und Museumspädagogin aus Randersacker, und Dr. Yvonne Lemke, Museumspädagogin im Museum am Dom, beschäftigten sich 15 Lehramtsstudenten unterschiedlicher Fachrichtungen und Studenten der Museologie mit der Frage, wie man Kunstwerke für blinde und sehbehinderte Menschen zugänglich machen kann. Dabei halfen ihnen Gespräche mit Vertretern der Bezirksgruppe Unterfranken-Würzburg des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbunds (BBSB). „Wir haben dabei festgestellt, dass man auch als Sehender an manchen Stellen blind sein kann“, erzählte ein Student.</p><p>Für vier Kunstwerke haben die Studenten Konzepte entwickelt, um sie mit teils ungewöhnlichen Mitteln für blinde und sehbehinderte Besucher zugänglich zu machen. Bei der „Pièta“ von Käthe Kollwitz und dem Gipsabguß der „Piéta Rondanini“ von Michelangelo war der einfachste Weg auch der beste: Die Besucher bekommen hauchdünne Handschuhe, damit sie die Skulpturen ertasten können. Zusätzlich besorgten die Studenten Miniaturausgaben von Skulpturen und Proben unterschiedlicher Materialien, damit Blinde sich einen besseren Eindruck vom Aufbau einer Skulptur machen können.</p><p>Doch wie stellt man ein komplexes Werk wie den Flügelaltar „Perit mundus – Fiat iustitia“ von Robert Höfling dar, der nicht berührt werden darf? Die Studenten entwarfen gleich mehrere Modelle zum Anfassen. Eine Holzminiatur des Flügelaltars verdeutlicht den Aufbau des Kunstwerks, Reliefs laden dazu ein, die Muster auf Altarflügeln und Schrein zu erfühlen, und zum Abschluss können noch Streichholzschachteln und Kartoffeln, einige der Originalmaterialien, ertastet werden. Für das abstrakte Gemälde „Himmlische Zelt“ von Louise Modersohn-Breling fertigten die Studenten unter anderem Modelle von den geometrischen Formen. Um die Wirkung der Farben zu erklären, verwendeten sie unterschiedliche Stoffe, zum Beispiel weiches Vlies für das warme Rot. Und damit die Besucher sich überhaupt im Museum zurechtfinden, baute eine Gruppe ein Modell der Ausstellungsräume.</p><p>„Als ich noch gesehen habe, bin ich gerne in Museen herumspaziert“, sagte Volker Tesar, BBSB-Bezirksgruppenleiter. Als Blinder habe er dies sehr vermisst. „Sie haben es geschafft, Kunst im Museum begreifbar zu machen, mit den Händen und allen übrigen Sinnen“, lobte er das Engagement der Studenten. „In einer Gesellschaft, die oft exklusiv denkt, ist es eine dringliche Aufgabe, inklusiv zu denken“, sagte Kunstreferent Domkapitular Dr. Jürgen Lenssen. Kunst sei auch dazu da, angefasst zu werden. Auch die Vorbesitzer der „Pièta“ von Kollwitz hätten diese Figur oft berührt: „Das dürfen Sie jetzt auch.“ „Wenn man sich um eine Gruppe mit besonderen Bedürfnissen kümmert, kommt das letztlich allen zugute“, betonte Doll-Gerstendörfer. „Man rückt den Besucher, den Mensch in den Mittelpunkt.“ Es sei „großartig, dass so etwas stattfindet“, lobte Dr. Renate Fiedler, Vorsitzende der Freunde des Museums am Dom. Der Förderverein werde sich auch an der Finanzierung des Flyers beteiligen. Das Projekt soll im Sommersemester fortgesetzt werden, sagte Professor Dr. Guido Fackler vom Institut für deutsche Philologie. Dann soll es um das Thema „Hören“ gehen.</p><p>Die begleiteten Museumsbesuche sollen ab 15. Februar angeboten werden, sagte Martin Turek, zuständig für die Verwaltung der Museen der Diözese. Ein Informationsflyer in Brailleschrift ist in Arbeit. Die Homepage des Museums wird durch einen Link ergänzt, der zu einem gesprochenen Text führt (www.museum-am-dom.de/blinde-im-museum.mp3). Die Führungen eignen sich für Gruppen von acht bis zehn Personen. Blindenhunde dürfen mitgebracht werden.</p>]]></content:encoded><category>Behindertenseelsorge</category><category>Nachrichten BS</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-37272</guid><pubDate>Sun, 03 Feb 2019 13:10:00 +0100</pubDate><title>Sozialpsychiatrischer Dienst des ESW Würzburg</title><link>https://behindertenseelsorge.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/sozialpsychiatrischer-dienst-des-esw-wuerzburg/</link><description>Der Sozialpsychiatrische Dienst des Erthal-Sozialwerks (ESW) begleitet jährlich rund 400 Erkrankte aus Stadt und Kreis Würzburg. Die Einrichtung hilft auf vielfältige Weise.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Sein Traum war es, Arzt zu werden und kranken Menschen zu helfen. Zehn Semester lang schlug sich Ernst Schmitt (Name geändert) durchs Medizinstudium. Dann scheiterte er an einer Prüfung. „Er versuchte es noch einmal mit einem zweiten Studium. Doch auch das gelang nicht“, berichtet Klaus Miller vom Sozialpsychiatrischen Dienst (SpDi) des Erthal-Sozialwerks, wo Ernst Schmitt als einer von jährlich rund 400 Klienten aus Stadt und Kreis Würzburg seit fünf Jahren begleitet wird.</p><p>Offiziell ist Schmitt psychisch krank. Er leidet unter Depressionen. Wobei Klaus Miller mit dem Etikett „Psychische Störung“ nicht wirklich glücklich ist. Schmitt gehört nach Millers Worten zu jener immer größeren Personengruppe, die das, was gesellschaftlich verlangt wird, einfach nicht erfüllen kann.</p><p>Der heute 63-Jährige konnte noch nie gut Stress und Druck ertragen. Das Tempo in der Bildungs- und Arbeitswelt überforderte ihn. Schmitt ist sehr intelligent und belesen, gleichzeitig aber hochsensibel und extrem dünnhäutig. Bevor er etwas sagt, denkt er lange nach. Das macht ihn für Gesprächspartner anstrengend. All dies trug dazu bei, dass Schmitt mit den Jahren immer stärker isoliert wurde.</p><p>Mit seiner „Unfähigkeit“, zu funktionieren, steht Schmitt nicht alleine da. Das zeigen die Fallzahlen beim SpDi. Miller: „Die stiegen bei uns in den letzten zehn Jahren um 30 Prozent an.“ Dass Schmitt mit dem Erthal-Sozialwerk in Berührung kam, hat er dem Arbeitsamt zu verdanken. Vor 15 Jahren wandte er sich an die Behörde, nachdem seine Eltern gestorben waren. Die hatten ihn bis zu ihrem Lebensende finanziell unterstützt, so dass Schmitt nach den beiden gescheiterten Studiengängen bescheiden leben konnte, ohne arbeiten zu müssen. Das Arbeitsamt vermittelte ihn in die Werkstätte für psychisch Kranke des Erthal-Sozialwerks. Dort erfuhr Schmitt vom SpDi. Und davon, dass es hier eine Menge Angebote für Menschen mit seelischen Schwierigkeiten gibt. Miller: „So nahm er immer öfter an Freizeitaktivitäten von uns teil.“</p><h4><strong>Hilfe beim Wohnung-Entrümpeln</strong></h4><p>Seit einiger Zeit ist der Kontakt zum Sozialpsychiatrischen Dienst noch enger. Was daran liegt, dass durch Zufall bekannt wurde, in welchem chaotischen Zustand die Wohnung des SpDi-Klienten war. Das rief das Gesundheitsamt auf den Plan, das wiederum den SpDi informierte. Daraufhin ging Miller zusammen mit seinem Kollegen Peter Brückner vom Wohnverbund des Erthal-Sozialwerks zu Schmitts Wohnung.</p><p>„Die Wohnung war nicht so, wie man sich normalerweise eine Messie-Wohnung vorstellt“, schildert Brückner. Es habe keine verschimmelten Speisereste oder leeren Bierflaschen gegeben. Doch alles sei mit Büchern, DVDs und Zeitschriften total vollgestellt gewesen, jahrelang habe niemand mehr Staub gewischt.</p><p>Auch Brückner hat inzwischen viel mit Schmitt zu tun, weil dieser nun im Betreuten Wohnen des Erthal-Sozialwerks ist. Eine Kollegin aus Brückners Team ist im Moment dabei, mit dem Klienten die Wohnung zu säubern und zu entrümpeln. Das geschieht mit äußerster Behutsamkeit, so Miller. Im Tempo des Klienten. Mit Respekt gegenüber seinen Vorlieben. Und ganz an seinen Wünschen orientiert.</p><p>Ebenso wie im SpDi steigt auch im Wohnbereich die Nachfrage kontinuierlich, sagt Peter Brückner. 84 Menschen mit einer seelischen Krankheit werden derzeit in der Stadt Würzburg sowie in umliegenden Gemeinden vom Team des Erthal-Sozialwerks betreut. Dies geschieht zum einen durch Sozialarbeiter, seit einiger Zeit jedoch auch durch Menschen, die selbst psychisch krank waren oder auch noch sind, sich allerdings gut stabilisiert haben.</p><h4>„Genesungshelfer“ arbeiten mit</h4><p>„Genesungshelfer“ heißen diese Mitarbeiter, auf die das Erthal-Sozialwerk immer stärker setzt - sowohl im SpDi als auch im Wohnverbund. Zwei solcher Genesungshelfer, die eine einjährige Ausbildung hinter sich haben, sind derzeit im Betreuten Wohnen im Einsatz. im Moment arbeiten sie noch gegen Aufwandsentschädigung. „Unser Ziel ist es allerdings, sie sozialversicherungspflichtig zu beschäftigen“, sagt Brückner.</p><p>Ob dies gelingt, hängt nicht zuletzt vom Bezirk Unterfranken ab. Denn der müsste das Pilotprojekt finanzieren. Ein Antrag dazu wurde bereits gestellt. Peter Brückner hofft, dass er bald positiv beschieden wird.</p><h4><strong>Sozialpsychiatrischer Dienst</strong></h4><p>In Würzburg berät der Sozialpsychiatrische Dienst des Erthal-Sozialwerks seelisch kranke Menschen und ihre Angehörigen. 400 Klienten nutzten die Angebote derzeit pro Jahr. Der Dienst wird vorwiegend durch den Bezirk Unterfranken sowie durch Eigenmittel des Erthal-Sozialwerks finanziert. Neben der persönlichen Beratung gibt es einen Gesprächskreis für Angehörige, 2016 startet außerdem eine Gruppe für Frauen mit Depressionen. Alle Angebote sind für Betroffene und Angehörige kostenlos.</p><p><strong>Kontakt</strong>: Tel. (09 31) 5 54 45 oder <a href="mailto:spdi.wuerzburg@erthal-sozialwerk.de" title="Sozialpsychiatrischer Dienst">spdi.wuerzburg@erthal-sozialwerk.de</a>. Der Dienst befindet sich in der Juliuspromenade 3.</p><p><em>Bild/Text: Pat Christ</em></p>]]></content:encoded><category>Nachrichten BS</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-37266</guid><pubDate>Mon, 11 Jun 2018 20:26:12 +0200</pubDate><title>Hospizgruppe für Gehörlose</title><link>https://behindertenseelsorge.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/hospizgruppe-fuer-gehoerlose/</link><description>Die ökumenische Hospizgruppe-Gehörlose engagiert sich seit über 16 Jahren für gehörlose Menschen. Sie besteht aus fünf ehrenamtlichen gehörlosen Hospizbegleiterinnen und einem ehrenamtlichen gehörlosen Hospizbegleiter. 2017 wurde die Gruppe für den deutschen Engagament Preis nominiert.</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Einige Infos zur Gruppe selbst:</strong></p><p>Hospizdienste bieten eine wichtige Begleitung in der letzten Lebensphase und führen beispielsweise lange Gespräche. Wenn Patienten jedoch ausschließlich in Gebärdensprache kommunizieren können, kommen normal ausgebildete Hilfs- oder Pflegedienste an ihre Grenzen. Die sechs ehrenamtlichen Hospizbegleiter sind alle selbst gehörlos und leisten ehrenamtliche Sterbebegleitung für schwer kranke Gehörlose in Würzburg und Umgebung. Insgesamt besuchen sie rund 250 bis 300 Gehörlose pro Jahr.</p><p>Die Hospizgruppe-Gehörlose besteht seit 2001.&nbsp; Neben den Gründerinnen der Initiative Gerlinde Koch und Doris Ehrenreich, wird die Gruppe begleitet von Pastoralreferentin Gudrun Heid, Pastoralreferentin Claudia Walter, Diözesanbeauftragte für die Hörgeschädigtenseelsorge, sowie Pfarrer Horst Sauer von der Evangelischen Gehörlosenseelsorge.</p><p>Regelmäßig besuchen die Hospizbegleiterinnen und -begleiter gehörlose Menschen in ihrem letzten Lebensabschnitt in den Pflegeeinrichtungen, im Krankenhaus und zu Hause. Sie begleiten diese während der Krankheit, beim Sterben oder in der Trauer. Alle Hospizbegleiterinnen und -begleiter engagieren sich freiwillig und unentgeltlich. Sie kommunizieren in Gebärdensprache. Begleitet wird die Hospizgruppe-Gehörlose vom evangelischen Gehörlosenseelsorger Würzburg-Sschwinfrut, der katholischen Gehörlosenseelsorgerin Bistum-Würzburg sowie der Hospizbeauftragten für Gehörlose-Unterfranken.</p><p>Ziel ist es, die Einsamkeit und Isolierung, die bei gehörlosen Menschen aufgrund des Kommunikationsproblems oft anzutreffen ist, aufzubrechen und ihnen ein &quot;Leben in Würde-bis zuletzt&quot; zu ermöglichen.</p><p><strong>Bereits ausgezeichet</strong></p><p>2016 erhielt die Hospizgruppe-Gehörlose den Bürgersozialpreis der Stadt Würzburg<br /><strong>Bericht auf TV Touring: </strong><a href="https://www.tvtouring.de/buergersozialpreis-2016-beistand-durch-gebaerden-140977/" target="_blank" rel="noreferrer">www.tvtouring.de/buergersozialpreis-2016-beistand-durch-gebaerden-140977/</a></p>]]></content:encoded><category>Nachrichten BS</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-37265</guid><pubDate>Wed, 12 Feb 2014 13:28:11 +0100</pubDate><title>Frohe Botschaft in leichter Sprache</title><link>https://behindertenseelsorge.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/frohe-botschaft-in-leichter-sprache/</link><description>„Zu schwere Kost für uns“, so resignieren manche Liturgie-Teams, wenn sie versuchen, Kindern oder aber auch Menschen mit Lernschwierigkeiten das Evangelium des Sonntags verständlich zu machen. Oft verstellen komplizierte Satzkonstruktionen oder unbekannte Wörter und Namen den Zugang zur frohen Botschaft. Das neue Projekt „Evangelium in leichter Sprache“ will helfen, diese Hürden abzubauen und die Frohe Botschaft begreifbar zu machen.</description><enclosure url="https://behindertenseelsorge.bistum-wuerzburg.de/fileadmin/_processed_/e/9/csm_logo_evangelium_in_leichter_sprache_e7c9b84c6c.jpg" length="20853" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>Hierbei&nbsp; kooperieren das Katholische Bibelwerk Stuttgart, die Akademie Caritas-Pirckheimer-Haus (CPH) in Nürnberg und das Katholische Bibelwerk im Erzbistum Bamberg. Hintergrund der Bemühungen ist auch die UN-Resolution über die Rechte von Menschen mit Behinderung. Denn darin verpflichten sich die Bundesrepublik Deutschland und alle öffentlichen Stellen, Barrieren abzubauen. Dies gilt etwa auch für die schwer verständliche juristische Sprache in amtlichen Texten. Diese müssen daher nun auch in einer für Menschen mit Lernbehinderung verständlichen Fassung vorgelegt werden.</p><p><strong>Barrieren abbauen, Verständnis ermöglichen</strong></p><p>Barrieren zum Evangelium hin abbauen möchten auch die Initiatoren des „Evangelium in Leichter Sprache“. Denn nicht nur Menschen mit Lernschwierigkeiten schalten beim Hören sonst zwangsläufig ab. Dennoch haben auch sie ein großes Interesse an der Bibel, an der Frohen Botschaft. Daher sei es dringend notwendig und höchste Zeit, die Bibel in Leichte Sprache zu übersetzen, so die Verantwortlichen des Bibelwerks.</p><p>&nbsp;Umgesetzt wurde das Projekt auf den Internetseiten des Bibelwerks (www.bibelwerk.de). Dort finden sich seit kurzen die Texte der Sonntagsevangelien (kath. Leseordnung) in einfacher, leichter Sprache.</p><p><strong>Adresse der Website:</strong><br /><a href="https://www.evangelium-in-leichter-sprache.de" title="www.evangelium-in-leichter-sprache.de" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://www.evangelium-in-leichter-sprache.de</a></p><p>Geeignet sind diese Vorlagen nicht nur für Gottesdienste mit Menschen mit Behinderung, sondern auch für Kinderliturgie. Aber auch für Bibelkenner kann die Lektüre der Texte in leichter Sprache neue Sichtweisen bringen. Schließlich muss sich der Übersetzer auf zentrale Inhalte und Textaussagen beschränken, diese sind dafür aber oft um so klarer sichtbar.</p><h2><strong>Hintergrund „Leichte Sprache“</strong></h2><p><strong>&nbsp;1. Was ist Leichte Sprache?</strong><br />Mit Leichter Sprache wird eine barrierefreie Sprache bezeichnet, die sich durch einfache, klare Sätze und ein übersichtliches Schriftbild auszeichnet. Sie ist deshalb besser verständlich. Zu Leichter Sprache gehören eigentlich immer erklärende Bilder, Fotos oder Grafiken.<br /><br /><strong>&nbsp;2. Wie ist Leichte Sprache entstanden?</strong><br />Das Konzept der Leichten Sprache ist aus der Praxis heraus entstanden. Die Idee dazu wurde in erster Linie im Rahmen des Bundesmodellprojekts „Wir vertreten uns selbst“ entwickelt, das zwischen 1997 und 2001 durchgeführt wurde. Im Jahr 2006 gründete sich dann das „Netzwerk Leichte Sprache“ (www.leichtesprache.org)<br /><br /><strong>&nbsp;3. Was ist das Besondere an Leichter Sprache?</strong><br />Das Konzept der Leichten Sprache berücksichtigt insbesondere die Bedürfnisse von Menschen mit Lernschwierigkeiten, aber auch von Menschen mit Demenz, von Menschen, die nicht so gut Deutsch sprechen oder lesen können.<br />Das Ziel der Leichten Sprache ist Textverständlichkeit. Sie gestaltet sich u.a. durch folgende Merkmale: Einfachheit, klare Gliederung, Prägnanz, kurze Sätze. Daran anknüpfend wurden bestimmte Regeln für Leichte Sprache entwickelt, die sich als hilfreich erwiesen haben:</p><ul><li>Es werden kurze Sätze verwendet.</li><li>Jeder Satz enthält nur eine Aussage.</li><li>Es werden Aktivsätze eingesetzt.</li><li>Ein verständlicher Satz besteht aus den Gliedern: Subjekt + Prädikat + Objekt.</li><li>Der Konjunktiv wird vermieden.</li><li>Der Genitiv wird in den meisten Fällen durch den Dativ ersetzt.</li><li>Abstrakte Begriffe werden vermieden; wo sie notwendig sind, werden sie durch anschauliche Beispiele oder Vergleiche erklärt.</li><li>Mehrdeutige oder irreführende bildliche Sprache und Redewendungen werden vermieden.</li><li>Wenn Fremdwörter oder Fachwörter vorkommen, werden sie erklärt.</li><li>Bei langen Zusammensetzungen wird durch Bindestriche deutlich gemacht, aus welchen Wörtern die Zusammensetzungen bestehen.</li><li>Abkürzungen werden beim ersten Vorkommen durch die ausgeschriebene Form erklärt.</li><li>Es wird keine Kindersprache verwendet.</li><li>Bilder oder Filme helfen, einen Text besser zu verstehen.</li><li>Wörter werden nicht in durchgehenden Großbuchstaben geschrieben. Kursive Schrift wird nicht verwendet.</li><li>Texte werden übersichtlich gestaltet.</li></ul><p><strong>4. Was ist zu beachten, wenn das Evangelium oder gar die ganze Bibel in Leichte Sprache übersetzt wird? </strong><br />Biblische Texte sind religiöse Texte. Das heißt: Sie sprechen von etwas, wofür die „normale“ Sprache eigentlich nicht ausreicht. Auch deshalb ist die Bibel voller Bilder, Vergleiche und anschaulicher Beispiele: um Gottes Wort verständlich&nbsp; zur Sprache zu bringen.<br />Auch Jesus steht in dieser Tradition. Davon berichten das Neue Testament und insbesondere die Evangelien. Die Evangelien legen Zeugnis ab von Jesus und seiner Botschaft, die er den Menschen seiner Zeit verkündete. Um diese Botschaft vom bereits angebrochenen Reich Gottes für alle verständlich zu machen, wählt Jesus eine „zielgruppenorientierte“ Sprache. Er nimmt gezielt Gleichnisse und Bilder aus der Alltagswelt seiner Zuhörerinnen und Zuhörer auf, um so Gottes Wort zu veranschaulichen und verständlich zu machen.<br />Wir Christen nennen die Bibel „Wort Gottes“. Wir bemühen uns, dieses Wort Gottes zu verstehen und gehen achtsam damit um, um es nicht zu verfälschen. Dafür ist die Arbeit von Bibelwissenschaftlerinnen und Bibelwissenschaftlern und anderen Theologinnen und Theologen unverzichtbar. Nicht zuletzt werden wichtige Begriffe und Aussagen der biblischen Texte (wie z.B. Menschensohn, Messias, Versöhnung, Erlösung u.a.) dadurch verständlicher. Wer die Sprache der Bibel vom Hören und Lesen her gewohnt ist, kann aber auch manches stehen lassen, was er oder sie nicht sofort versteht.<br />Menschen mit Lernschwierigkeiten dagegen geben sich mit Unverständlichem oder Offenem nicht zufrieden. Entweder fragen sie konkret nach oder sie können dem Ganzen nicht folgen und schalten ab. Dennoch haben auch sie ein großes Interesse an der Bibel, an der Frohen Botschaft. Und gerade deshalb ist es dringend notwendig (und höchste Zeit), die Bibel in Leichte Sprache zu übersetzen.<br /><br /><strong>&nbsp;5. Was heißt das für Bibelübersetzungen in Leichte Sprache?</strong><br />Um einen Text in Leichte Sprache zu übersetzen, müssen leichte Worte gewählt werden. Und kurze Sätze mit kleinschrittigen Sinnzusammenhängen. Das bedeutet, dass manche Begriffe exformiert werden müssen. D.h. der unausgesprochene, aber mitgewusste Inhalt eines Wortes muss direkt ausgedrückt werden, damit der Text verstanden werden kann. Oder aber Begriffe müssen durch andere Begriffe ersetzt werden.<br />Wählt man jedoch bei der Übersetzung des Evangeliums andere Begriffe, kann unter Umständen der Originalwortlaut nicht erhalten bleiben. Wird dann, wenn man exegetisch korrekt denkt, der Text verfälscht? Oder wird er gerade erst dadurch zu einem für Menschen mit Lernschwierigkeiten verständlichen Text?<br />Ein Beispiel:&nbsp; Es mag exegetisch diskutabel sein, das Wort&nbsp; Messias oder Menschensohn an bestimmten Stellen durch den Namen Jesus zu ersetzen. Bei der Übersetzung in Leichte Sprache kann das bisweilen unumgänglich sein, um Textverständlichkeit zu erreichen.<br />Weitere Veränderungen des Originaltextes durch die Leichte Sprache können sein:<br />&nbsp;- Auslassungen,<br />&nbsp;- Einflechten von Interpretationen oder Exformationen,<br />&nbsp;- Ergänzung des Textes durch andere Bilder oder Vergleiche.<br /><br /><strong>&nbsp;6. Was bedeutet das konkret für die hier veröffentlichten Texte?</strong><br />Die oben genannten Zielgruppen der Texte sind bei der Lektüre stets zu berücksichtigen. Die hier veröffentlichten Übersetzungen der Sonntagslesungen in Leichter Sprache wurden für die Verkündigung und Katechese zusammen mit Menschen mit Lernschwierigkeiten erstellt. Weder können noch sollen noch wollen sie gängige Bibelübersetzungen wie z.B. die Einheitsübersetzung oder die Lutherbibel ersetzen. Schon gar nicht können sie die persönliche Beschäftigung des Predigenden, der Katechetin oder des Katecheten mit dem Bibeltext und seiner Botschaft ersetzen. Unverzichtbare Grundlage jeder Predigt oder Katechese bleibt der Originaltext.<br />Und dennoch: Auch wenn die Texte zunächst für Menschen mit Lernschwierigkeiten übersetzt wurden, können sie auch anderen Menschen helfen, einen vertieften Zugang zur Heiligen Schrift zu gewinnen.<br />Durch die Übersetzung der Bibel in Leichte Sprache wird das Evangelium nicht nur für Menschen mit Lernschwierigkeiten, sondern z.B. auch für Glaubensanfänger verständlicher. Der Grundsatz, dass die Texte nur in positivem Sinn übersetzt werden dürfen, bedeutet zugleich, dass durch das Übersetzen tatsächlich die Frohe Botschaft zum Tragen kommt.</p><p>&nbsp;<strong>7. Wer steht hinter dem Projekt „Evangelium in Leichter Sprache“?</strong><br />Das Projekt „Evangelium in Leichter Sprache“ ist eine Kooperation des Katholischen Bibelwerks Stuttgart mit der Akademie Caritas-Pirckheimer-Haus (CPH) in Nürnberg und dem Katholischen Bibelwerk im Erzbistum Bamberg.<br />Das Katholische Bibelwerk versteht sich als ein Netzwerk von Menschen, die Bibel lesen, verstehen und aus ihr leben wollen. Das Bibelwerk unterstützt in diesem Netzwerk mit Veröffentlichungen, Tagungen und Kursen Menschen, damit sich ihnen die Bibel öffnet. Die Öffnung der Bibel für Menschen mit Lernschwierigkeiten, aber auch für Anfänger im Glauben, gehört zum ureigenen Auftrag des Bibelwerks.<br />Für die Akademie CPH ist die Öffnung ihrer Angebote und ihres Selbstverständnisses hin zu einer inklusiven „Akademie für Alle“ seit Jahren ein zentrales Anliegen ihrer Arbeit. Seminare, Kurse, Fortbildungen und andere Angebote in Leichter Sprache, auch zu biblischen Texten und Themen, sind deshalb fester Bestandteil des Programms.</p>



]]></content:encoded><category>Behindertenseelsorge</category><category>Nachrichten BS</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-39225</guid><pubDate>Thu, 03 Oct 2013 00:00:00 +0200</pubDate><title>Kunstaktion für eine inklusive Kirche und Gesellschaft</title><link>https://behindertenseelsorge.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/kunstaktion-fuer-eine-inklusive-kirche-und-gesellschaft/</link><description>In unserer kunstAKTION &quot;Nimm Platz&quot; waren Menschen mit Behinderung aufgerufen, Holzstühle in Kunstwerken zu verwandeln. Damit zeigen sie, wie sie ihren Platz in Kirche und Gesellschaft sehen, oder ihn sich wünschen!</description><content:encoded><![CDATA[<p>Es entstanden wunderbare Kunstwerke, die von 2011 bis 2013 auf eine Wanderausstellung durch 50 Orte in Unterfranken gingen.</p><p>Auch im Bayrischen Landtag und in der Neuen Pinakothek in München war die Ausstellung zu sehen.</p><p>Einen Eindruck von der KunstAktion finden Sie auf unserem Youtube-Kanal</p><p><a href="https://youtube.com/nimmplatz" target="_blank" rel="noreferrer">https://youtube.com/nimmplatz</a></p><p>Alle 100 eingesandte Kunstwerke wurden in einem 90 seitigen Katalog dokumentiert. Anschauen lohnt sich!</p><p>Bitte nehmen Sie Platz!&nbsp;<br />(<a href="https://behindertenseelsorge.bistum-wuerzburg.de/fileadmin/Bistum_Folgeseiten/Behindertenseelsorge/kunstaktion_nimm_platz_katalog.pdf">Katalog der Kunstaktion als PDF - 9 MB</a>)</p>]]></content:encoded><category>Texte BS</category><category>Nachrichten BS</category></item></channel></rss>